Sydney Impressionen
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Sydney-Impression Sydney — geschrieben von anja @ 03:25

Es war der 27. November 2006 als unsere Reise begann!

Es war der 29. November 2006 als wir in Sydney ankamen!

Es war der 1. Dezember 2006 als wir in Australien eingebuergert waren!

Bevor wir uns gleich in Einzelheiten und Details verlieren, moechten wir euch zunaechst unsere ersten Eindruecke in, von und ueber Sydney mitteilen:

SYDNEY-IMPRESSIONEN


Fussgaengerampeln geben nicht nur in Form eines gruenen Maennchens Bescheid, dass man die Strasse passieren darf, sondern auch mit einem akkustischen Signal fuer die nicht Sehenden, welches so laut ist und sich so anhoert wie die Lasergeschosse bei Starwars Episode 1.


Anzughosen sind in Sydney entweder auf Hochwasser gekuerzt, oder aber auf Plateau-Absatz-Laenge getrimmt. Diese Begebenheit resultiert daraus, dass es nur Einheitslaengen zu kaufen gibt und der gemeine Sydneyaner sich die 16 AUD Aenderungskosten spart. Tim hat seine Hose kurzerhand selber umgenaeht, da die chinesische Omi aus dem Aenderungsladen bei ihm kein Vertrauen hervorrief.


Busse, falls es ein System gibt, ist es toll, falls es keins gibt, auch gut, denn irgendwie laeuft es schon.


Sprache: in Australien spricht man kein Englisch, sondern Australisch, was ungefaehr vergleichbar ist mit Bayerisch zu Hochdeutsch


Regen: falls jemand Euch irgendwann erzaehlen sollte, in Sydney regnet es im Sommer nicht, haut denjenigen, denn es stimmt nicht.(20 Grad und Dauerregen 2 Tage lang)


Weihnachten: Weihnachtsbaeume, Weihnachtsdeko, Weihnachtsparties und wir haben auch einen Weihnachtsbaum aus Vollplastik, denn Echte sind zu teuer! Das alles bei sommerlichen Temperaturen in Shorts und Badeschlappen. Cool

Sydney – we love you! Du bist toll und wunderschoen, aber ob du wirklich die Schoenste bist, wissen wir noch nicht. Deine Bewohner behaupten es zwar, aber wir werden der Sache genauer auf den Grund gehen.

So, genug der Impressionen, nun zu den Fakten:

Also zuallererst mal gefaellt es uns natuerlich bombastisch. Alles ist gut, die Sonne scheint meistens, der Wind blaest uns um die Oehrchen, jeden Tag gibt es was Neues zu bestaunen und zu entdecken und alles ....SENSATIONELL!!

Unsere ersten Tage verbrachten wir in NEWTOWN, ein recht wuseliger Stadtteil Sydneys, nahe am Zentrum mit vielen Bars und Cafes, aber leider auch vielen…FREAKS! (FREAKS, dass sind lauter durchgeknallte, sonderbare Wesen, die alle einen an der Klatsche haben und den ganzen Tag damit beschaeftigt sind, sich selbst darzustellen.)Gleichzeitig mit dem Erwerb von Bankkonto, Job, Handy- und Steuernummer, haben wir auch unsere Langzeit-Unterkunft in GLEBE (ein gutbuergerlicher Stadtteil noch naeher am Zentrum mit fast keinen FREAKS) bezogen. Von dort aus starten wir unsere Unternehmungen, wie Bondibeach, Sydney Oper, Harbour Bridge, Centrepoint und natuerlich der Loewenbraeukeller.

Bei diesen Ausfluegen hatten wir natuerlich auch reichlich Zeit uns den typischen Sydneyaner ein wenig genauer anzuschauen.: Entweder es ist das Modell Surfertyp, etwa 2 meter gross, auftrainiert wie Schwarzenegger, oder das Modell Asia, recht kleinwuechsig, nicht auftrainiert wie Arny, oder das Modell Deutsch, etwa durchschnittlich gross, durchschnittlich trainiert und auf Urlaub hier.

Fuer touristische Aktivitaeten haben wir jetzt dann aber wahrscheinlich nicht mehr viel Zeit, denn die Arbeit ruft und wir sind …HEISS!!
Mehr dazu im naechsten Artikel…..

 
 

HIGH HEELS

Wenn die Ladies in Sydney ausgehen, egal ob Montag oder Freitag, putzen sie sich immer extrem huepsch heraus. Ein Muss sind feine Sommerkleidchen, die mehr zeigen als verstecken und Standard sind 20cm-Absaetze. Es ist auch voellig in Ordnung, wenn Frau die Schuechen auszieht, sobald Blasen und Wehwehchen auftreten.

AUTO-SHOW AUF DER GEORGESTREET

Die Georgestreet ist sozusagen die Hauptschlagader des Zentrums. Alles was sehen und gesehen werden will, findet sich Freitag und Samstag am Abend dort ein. Ein sehr beliebter Sport ist es bei den maennlichen Sydneyanern mit ihren aufgemotzten japanischen Autos entlangzufahren und wild zu hupen. Auf der Leopoldstrasse in Muenchen wuerde dieses Spektakel nur Kopfschuetteln und eine Irritation ob der Lautstaerke bewirken, aber hier ist es chic.

WARTESCHLANGEN AN DER TUER

Wenn man in Sydney am Wochenende weggehen moechte, braucht man entweder viel Geduld oder gute Beziehungen zum Tuersteher. 50Meter lange Warteschlangen sind hier nix. Alles dreht sich darum dabei zu sein und gesehen zu werden, wie man in einem der angesagten Clubs und Bars herumsteht und toll aussieht.


RSA

wer hier in der Hotelerie oder im Gastgewerbe arbeiten moechte, muss einen RSA Test machen. Dafuer berappt man 70 AUD und hoert sich 6 Stunden lang einen Vortrag ueber verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol an und schreibt darueber am Ende einen Test. Das Ganze dient der Praevention, denn wenn der Gast, den man bedient hat betrunken aus der Tuer schwankt und sich von einem Auto oder Bus ueberfahren laesst, ist die Bedienung oder der Barman Schuld. Genauer gesagt sollte man so ab 23.00 Uhr ur noch alkoholfreie Getraenke ausschenken.


KAKERLAKEN

die mitunter auf fingergroesse anwachsenden Tierchen findet man dank des angenehmen Klimas ueberall, hat also nichts mit der Reinlichkeit des Einzelnen zu tun. Sogar in unserem Zimmer veriirt sich die ein oder andere, was Tim dazu veranlasst den gesamten Inhalt des Insekten-Toetungs-Sprays auf das Tierchen abzufeuern.


REGEN

wie schon in den SYDNEY-IMPRESSIONEN TEIL I erwaehnt, scheint hier nicht immer die Sonne. Genauer gesagt, faellt der Sommer bis jetzt ins Wasser. Temperaturen so um die 16 bis 18 Grad und REGEN, REGEN, REGEN. Deshalb werden auch viele Veranstaltungen abgesagt auf denen wir eigentlich arbeiten sollten.

Genug der Impressionen, nun wieder zu den Fakten:

In der Zwischenzeit haben wir schon das ein oder andere Mal gearbeitet und sind mittlerweile sehr gut geuebt im selber Arbeit suchen. Der Trick ist, immer beschaeftigt auszusehen, damit einen der Manager in Ruhe laesst. Laecheln ist auch ganz wichtig, denn das tun die australischen Kollegen nur sehr wenig. Alles in allem ist der Job schon ok und fuer das was wir leisten muessen auch recht gut bezahlt.

Tim hat sich fest vorgenommen die Australier in Sachen Hoeflichkeit und Anstand zu erziehen. Dazu gehoert, dass man gruesst, wenn man den Raum betritt, sich mit Namen vorstellt, dabei laechelt, den Augenkontakt sucht und als Kroenung ein gscheiter Haendedruck. Was sich allerdings noch recht schwierig gestaltet, denn wenn man schon mal eine Hand gereicht bekommt, hat das mit festem Handschlag noch recht wenig zu tun. Aber er hat ja noch ein Jahr Zeit und bleibt am Ball…

In unserer (dank des Regens) reichlichen Freizeit erkunden wir weiter die Stadt und kennen uns mittlerweile recht gut aus. Wir konnten sogar schon zweimal orientierungslosen Australiern bei ihrer Suche nach dem richtigen Weg behilflich sein!! Mit der Verstaendigung klappt es auch immer besser, wobei das Genuschel schon recht anstrengend werden kann.

Die Weihnachtsvorbereitungen laufen hier recht dezent ab, aber dazu das naechste Mal mehr…