Sydney - Bye bye Sydney
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Sydney - Bye bye Sydney — geschrieben von anja @ 02:13

Frueher als geplant brechen wir die Zelte ab und machen uns auf den Weg um Australien zu erkunden und mehr von diesem schoenen Kontinent zu entdecken.

Wir haben uns in Sydney sehr wohl gefuehlt, aber sooo umwerfend wie sie jeder beschreibt, war sie fuer uns nicht.

Provinzstadt mit Herz, das trifft es ganz gut. Als Weltstadt empfanden wir sie nicht, aber wahrscheinlich gibt ihr genau das dieses spezielle Etwas und den Charme der uns so gefallen hat.
 

Wir reisen natuerlich nicht ab, ohne Euch vorher unsere neu dazugewonnen Impressionen mitzuteilen:
 

DIE OPER

Das Wahrzeichen Australiens - neben Kaengurus und Koalas.

Auch wenn man sonst im Weltgeschehen nicht viel von Australien und Sydney hoert, die Oper kennt jeder spaetestens seid den Olympischen Spielen 2000. Dort wo sie heute steht stand vorher ein baufaelliges Strassenbahndepot welches so um 1956 herum  abgerissen wurde. Innherhalb kuerzester Zeit (nach 15 Jahren) stand die Oper prachtvoll und vor allem wertvoll (102 Millionen Dollar) am wohl schoensten Fleck im Hafen und ist das am meisten fotografierte Gebaeude in Sydney. Durch ihre sehr zentrale Lage kommt man gar nicht darum herum mindestens einmal am Tag auf sie zu treffen, bzw. sie aus der Ferne zu sehen. Da wir uns ja ein wenig laenger als der gemeine Tourist hier getummelt haben, ist die Anzahl der Photos mit ihr im Mittelpunkt betraechtlich. Ob von oben, unten, der Seite, mit oder ohne Bruecke, im Tages-oder Mondlicht, zu Silvester oder Weihnachten, immer war sie uns ein prachtvolles Motiv.

 
 

FEATHERDALE WILDLIFE PARK


Gaaaaaaaaaanz entzueckend!!! Tim und Anja entdecken die Tierwelt Australiens!

Nachdem wir ja noch voellig gruen hinter den Oehrchen sind, was die gefaehrlichen Tiere angeht, haben wir uns in den Wildlife Park begeben, um erste vorsichtige Annaeherungsversuche zu starten. Dabei sind wir abwechselnd und gleichzeitig in Entzueckung ausgebrochen, zum einen wegen den Koalabaerchen, zum anderen wegen den Kaengurus. Der Hauptgrund fuer den weiten Weg war natuerlich der „Streichelzoo“, in dem man einiges an Viechzeug anfassen und fuettern konnte (wie bei uns im Tierpark Hellabrunn, nur halt mit Emus, Kaengurus und Koalabaeren). Also genau das Richtige fuer uns.

Ausserdem viel unserer Wahl auf diesen Wilflife-Park, da dort nur einheimische Tiere zu sehen sind. Viele Tierchen werden krank oder verletz oder als Vollwaise eingeliefert und dort wieder aufgepaeppelt und fuer ein Leben zurueck in Freiheit vorbereitet.

Ein ganz ein heisser Tip fuer jeden, den es einmal nach Sydney verschlaegt. Wir waren mehr als begeistert und hatten ne Menge Spass mit dem Getier.
 

BOTANISCHER GARTEN

Nach unserem Erlebnis im Wildlife Park sind wir mutig geworden und haben uns in den Botanischen Garten gewagt, um dort die Tierwelt ein bisschen besser kennenzulernen. Ausser den Flughunden und Riesen-Insekten, fanden wir die Vogelwelt allerliebst und vor allem sehr zutraulich. Kaum hatten wir unser Lockmittel ausgepackt, schon waren sie da, die „Kleinen“ und waren ganz ausgehungert. Allerdings kam uns dann eine indische Familie mit ihren Walnuessen in die Quere. Dagegen konnten wir nicht anstinken und die Kakadus und ihre Freunde tauschten uns ein und tummelten sich dann bei den Anderen.
 

SILVESTER 2006

Nachdem wir mit Arbeitsverweigerung gedroht hatten, bekamen wir den Silvesterjob den wir unbedingt wollten. Koenigliche Sicht auf die Oper und den Hafen mit der Habour Bridge im Hintergrund. Unsere Gaeste mussten tief in die Tasche greifen, aber nicht ob der Speisen oder Getraenke, sondern wegen der Lage. Die Getraenke haben wir brav in Plastikbechern ausgeschenkt und die Sektflaschen gabs in der Kunststoffversion, damit auch ja nix passiert. Alles mit Drehverschluss, versteht sich, denn es koennte ja ein Korken in die Menge gehen. Weder die Getraenkeauswahl noch die Speisenkreation kam bei dem teilweise Deutschen Klientel wirklich an. Bei 240 Dollar pro Nase ohne Getraenke, hatten sie sich einfach ein bisschen mehr erwartet, als ein 3-Gaenge-Menue im Fastfood-Stil.

Wir waren hoechst zufrieden, denn wir bekamen auch noch Geld dafuer. Punkt Mitternacht wurde unsere Bar geschlossen, damit wir auch in Ruhe mit einem Glaeschen Sekt dem Feuerwerk zujubeln konnten. Nach 20 Minuten Exlplosionen und Lichtfluten sind wir dann zurueck an die Arbeit und waren um 1.00 Uhr fertig und bereit fuer die Stadt.

Aber wir sind ja in Australien und nicht daheim. Hier machen die Bars und Kneipen einfach ein wenig frueher zu und so stroemten um 2.00 Uhr im Zentrum Sydneys die Menschen nach Hause. Nach ausgiebigem Beobachten des besoffenen Poebels haben wir dann auch die Heimfahrt angetreten und sind gluecklich im neuen Jahr eingeschlummert.
 

THE ASHES – CRICKETFINALE AUSTRALIEN vs ENGLAND

Wir arbeiten zwar nicht viel, aber doch an sehr interessanten Plaetzen und fuer sehr unterhaltsame Veranstaltungen. Gleich nach Neujahr wurden wir ins Stadion abkommandiert, um in den gemieteten Privatboxen reiche Australier bzw. Firmen zu bedienen. Grund des Ganzen war CRICKET. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch nicht wirklich eine Ahnung und so gingen wir die Sache in freudiger Erwartung auf ein spannendes Spiel an. Ohne jetzt zu tief in die Cricketregeln einzusteigen, nur soviel: Das Finale zwischen England und Australien dauerte 4 Tage!! Von 10.00 Uhr morgens bis 18.00 Uhr wurden Baelle geworfen und geschlagen, Punkte gesammelt und Pausen gemacht. Da die Australier ja sowieso sehr trinkfreudig sind, ist dieses Spiel die perfekte Ausrede um den ganzen Tag Bier in sich reinzuschuetten. Die Speisen und Getraenke waren schon inklusive dem Eintrittspreis und so wurde gesoffen was nur ging. Leider sind ja hier auch die Gesetze ein wenig anders als bei uns, was wir ja schon in unserem RSA-Kurs gelernt haben. RSA = Responsilbe Service of Alcohol (= verantwortungsvolles Ausschenken von Alkohol). Hier in Down Under ist nicht der Gast und Konsument fuer sich verantwortlich, sondern der der den Stoff ausschenkt. Wenn wir also gemerkt haben, dass unsere Gaeste zu viel getrunken hatten, mussten wir ihnen erklaeren, dass sie nichts mehr kriegen, weil sie schon betrunken sind. Laut Gesetz duerfen sie aber gar nicht betrunken sein, denn man muss schon vorher mit dem Alkoholservice aufhoeren, damit es gar nicht erst soweit kommt. Sehr verwirrend finden wir und das Gesetz an sich nicht umsetzbar. Ausserdem moegen es die Aussies gar nicht gern, wenn man ihnen das Bier verweigert und sie werden recht aergerlich. Zum Glueck konnten wir aber jederzeit auf einen unserer 3 (!) Aufseher verweisen, die sich dann mit dem Problem rumaergern durften. Ansonsten verliefen die 4 Tage recht ereignislos und beschaulich; ach ja, natuerlich hat Australien am Ende gewonnen. Noch ein Curiosum: der Pokal bleibt trotzdem in England! Die Australier bekommen nur eine vergroesserte Glasversion, weil der echte Pokal so alt und zerbrechlich ist, dass beschlossen wurde ihn in England – der Geburtstaette des Cricket- zu lassen.


Andere Laender andere Spielregeln…
 

Da wir ja bereits Arbeit und Wohnung gekuendigt haben und uns am 15.01.07 in die Wildnis begeben werden, kann es mit dem naechsten Bericht ein wenig laenger dauern als gewohnt. Kein Grund zur Sorge, wir passen gegenseitig aufeinander auf und ueben jetzt schon mal den Kurzsprint falls wir uns vor Wuerfelquallen, Riesenspinnen oder Monsterschlangen in Sicherheit bringen muessen.