Flug nach Australien
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16.11.08 08:33

Working Holiday Australien

Preiswerte Programme für Australien.

09.11.08 06:10

Australien Erfahrungsberichte

Sprachschüler berichten von ihren Eindrücken.

09.11.08 06:06

Au Pair Agentur

Hilfe ei der Suche nach einer Gastfamilien in Australien.

09.11.08 06:02

Auslandspraktikum Erfahrungsberichte

Erfahrungen von Praktikanten während eines Australien Aufenthaltes.

16.07.08 05:23

Outback Australien

Ortsbeschreibungen von Städten und Ortschaften im Outback.

Flug nach Australien

So ihr meine Jünger!

Also was soll ich sagen! Mit welchen Worten soll ich beginnen!?

Am einfachsten ist es wohl, ich fange mit den Fakten an, nun, wir haben heute Dienstag, den 21. März 200 und 6. Nach Deutscher Zeit gemessen ist es jetzt 20 Uhr und 43 Minuten.

Ich rase in einem tonnenschweren Stahlvogel mit ca. 950 km/h über den Wolken dahin und es ist stockdunkel da Draußen. Ich durfte gerade in den Genuss von vier Stück Hühnchen,  drei Bohnen und 2 cm nicht identifizierbarer weißer Masse kommen. Hab jetzt schon das Gefühl, dass man dieses „Essen“ nicht verdauen kann und am besten oral wieder von sich gibt.

Doch ich merke, ich greife vorweg…

5 Stunden und eine unverdauliche Mahlzeit zuvor:

Ich marschiere durch die Passkontrolle und sehe mich ein paar sehr deutschen Beamten, bewaffnet mit Metalldetektoren, gegenüber. Nun seit einem denkwürdigen Tag an der Schweizergrenze (zwinker, zwinker) kann ich dieses „Abgefummel“ gar nicht mehr leiden, aber ich weiß, dass ich wohl mit meinem blendend weißen Lächeln (J) und meinem berauschendem Charme mich nicht davor drücken kann, also spreiz ich meine Beine, guck ein bisle gefährlich und zupfe an meinem imaginären Taliban Bart. Nachdem ich diesen Kladeradatsch hinter mich gebracht, mein Rucksäckchen aufgeschnallt und meinen Cowboy Hut ordentlich verschnürt habe marschiere ich  ca. 5 Meter nach vorne und bleib verblüfft stehen. Einfach nur überwältigend wie riesig doch dieser Flughafen ist! Die Decke ist so hoch, dass man sie fast nicht mehr sieht und auf den endlosen Gängen crusen die Mitarbeiter   (shit so eine Koreanerin schwatzt irgendwas von final Destination, hä kenn nur den Film..) Erkenntnis meinerseits: schlechte Englischlehrerin! Also Mrs. Landwer! Fassen sie sich mal an den Kopf!!! – Ah okay mein endgültiges Ziel oder so.. ) mit Fahrädern und Elektroautos herum, echt klasse, aber recht kompliziert sich hier zurecht zu finden wenn Man(n) das erste mal hier herum hüpft. Na schließlich habe ich mein Check in Point gefunden und tja, nun sitz ich da und warte ein paar Stunden, die dann auch ziemlich unspektakulär herum gehen. Zwischendurch mache ich meinen Platz für zwei junge Koreanerinnen frei, die diese ritterliche Tat auch mit einem lieben Lächeln und einem grausigen thaaank youuu belohnen/bestrafen und mit meinem „Küss die Hand, holde Maid“ mal so rein gar nichts anfangen können.

Schließlich wird dann mein Flug aufgerufen und ich marschiere mit ein paar Verzögerungen in den Flieger und mache mich auf meinem Platz breit. Hab eine ganze Sitzreihe für mich und bin überzeugt, dass ich diese Klappermühle nicht mehr lebend verlasse… Ne nicht ganz wahr, bin eigentlich quietsch fidel, aber ich will mir ja nicht gleich zu Anfang euren kompletten Neid aufbürden ;-)

Das Fliegen so schön sein kann, habe ich irgendwie nicht mehr gewusst! Wenn der Chef vorne  richtig Gas gibt und beschleunigt, man in den Sitz gedrückt wird, und die Turbinen um die Wette brüllen dann kriegt man so ein wunderbares Prickeln im Magen, das ich sonst nur von einer Achterbahn kenne und welches mir jedes mal ein Lächeln auf die Lippen zaubert!

Tja nun eine „Mahlzeit“ später und kurz vor Moskau hab ich das Fliegen schon gründlich satt, und spiele mit dem Gedanken mir jetzt meine Ohropax in die Öhrlein zu quetschen und will versuchen in dieser künstlichen Luft ein Nickerchen zu machen. Doch zwei Dinge halten mich davon ab, erstens rumort in meinem Magen der Fraß! von vorhin, zweitens  haben wir „leichte“ Turbolenzen so, dass ich ziemlich durchgeschüttelt werde und ein weiterer Grund ist, dass mir langsam aber sicher klar und deutlich vor Augen tritt, dass ich hier gerade Mutter Seelen alleine, mit ein wenig Geld in der Tasche, um die halbe Erde fliege, bei ca. 27C auf einem anderen Kontinent ankomme und keine Vorstellung habe, was mich da erwartet, uaarrgh, jetzt werde ich nervös…

Hätte das Bedürfnis mir ein paar Kurze hinter die Birne zu kippen, aber davon sehe ich mal lieber in Anbetracht der dünnen Luft und meinem sowieso schon geschädigten Magen mal ab.

Tja meine Lieben, wäre gelogen, wenn ich behaupte, dass ich euch jetzt schon vermisse, aber irgendwie auch schon, vor allem mein großes weiches Bett! Diese Schaumstoffsessel sind einfach kein Ersatz!

So, jetzt bin ich ruhebedürftig und muss auch aus Rücksicht auf meinen Akku meine letzten Worte mit:

„Mein liebes Tagebuch..“ und „ich meld mich aus Korea“ beenden

Raphael (3200 feet &  950 km/h & keine Ahnung wo auf der Welt) 

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